12.06.2026

Christin – Hinter den Kulissen läuft das Kino

Christin Mertins arbeitet bei der CineStar-Gruppe im Bereich Filmplanung und ist seit 2009 im Unternehmen. Was mit einer klassischen Stellenanzeige begann, wurde für sie zum langfristigen Einstieg in die Kinobranche – mit einem Job, der Zahlen, Filmleidenschaft und viel Teamarbeit verbindet.

Vom Hörsaal ins Filmgeschäft

Christin hat Betriebswirtschaft studiert und hatte zunächst keinen direkten Kinobezug. Durch ihre eigene Kinoerfahrung aus der Kindheit und ihre filmbegeisterte Familie war das Interesse an der Branche aber schon früh da. Als sie direkt nach dem Studium die Stellenanzeige sah, passte für sie alles zusammen.

Programmplanung mit Überblick

Ihr Arbeitsalltag dreht sich darum, dass am Ende genau die Filme auf der Leinwand landen, die für die Standorte sinnvoll sind. Dafür spricht sie mit Verleihern, stimmt Starttermine ab und plant nicht nur das reguläre Filmprogramm, sondern auch alternative Inhalte wie Opernübertragungen oder Konzerte. Für sie ist das der Kern ihrer Arbeit hinter den Kulissen.

Zahlen, Struktur und Taktung

Besonders gerne arbeitet Christin mit Zahlen. Die Besucherzahlen spielen für die Planung eine große Rolle, und die wöchentliche Programmplanung gehört für sie zu den wichtigsten Aufgaben. Sonntag und Montag werden die Weichen für die Kinowoche ab Donnerstag gestellt – ein Rhythmus, der klar strukturiert ist und trotzdem ständig in Bewegung bleibt.

Abwechslung als Stärke

Einen einzelnen Moment, der ihr besonders im Kopf geblieben ist, kann Christin nicht benennen. Der Grund dafür ist für sie gerade die Vielfalt des Jobs: Jede Woche bringt neues Programm, neue Inhalte und neue Anforderungen mit sich. Dazu kommt ein eingespieltes Team, mit dem sie schon lange zusammenarbeitet und das die Arbeit für sie besonders angenehm macht.

Was man mitbringen sollte

Für ihren Bereich hält Christin drei Dinge für besonders wichtig: Interesse an Filmen, Freude am Umgang mit Zahlen und die Bereitschaft, sich auf ständig wechselnde Inhalte einzustellen. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass es in ihrem Job nie langweilig wird und jede Woche neue Aufgaben mit sich bringt.

Kino von beiden Seiten

Wer in die Kinobranche einsteigen will, sollte aus ihrer Sicht idealerweise schon einmal den Alltag im Kino selbst erlebt haben. Denn ihr Bereich arbeitet zwar hinter den Kulissen, profitiert aber davon, wenn man versteht, was vor Ort am Gast passiert. Diese Perspektive hilft, die Abläufe besser einzuordnen und die Zusammenarbeit mit den Kinos zu verbessern.

Der größte Irrtum

Ein verbreiteter Mythos über ihren Job ist für Christin, dass sie den ganzen Tag nur Filme schaut. Ganz falsch ist das nicht, sagt sie mit einem Lächeln, denn Screenings gehören tatsächlich dazu. Trotzdem besteht ihre Arbeit vor allem aus Planung, Abstimmung und Organisation – also deutlich mehr als nur aus Kino im Saal.

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner